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Neue Ausstellung der Landesbibliothek Coburg

„In Ehrfurcht gewidmet“- Schönes, Kostbares und Bemerkenswertes aus der privaten Büchersammlung Herzog Ernsts II. von Sachsen-Coburg und Gotha (1818-1893)

Copyright: Landesbibliothek Coburg

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Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober 2018 während
der Öffnungszeiten der Bibliothek (Mo-Do, 10-17 Uhr, Fr + Sa 10-13 Uhr;
in den bayerischen Schulferien (Mo-Fr 10-13 Uhr) frei zugänglich.

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war für Coburg eine Glanzzeit, die bis heute das Bewusstsein der Bevölkerung prägt. Sie fiel zusammen mit der fast 50 Jahre währenden Regierungszeit Herzog Ernsts II. (1818-1893), dessen Geburtstag sich am 21. Juni 2018 zum 200. Mal jährt. Der Coburg-Gothaer Herzog war mit gleicher Ernsthaftigkeit deutscher Politiker wie passionierter Musikschaffender. An den Höfen Europas war er hoch geachtet und in seinem Doppelherzogtum sehr populär. Von seinen weitgespannten Verbindungen und den daraus resultierenden Hoffnungen ganz unterschiedlicher Kreise zeugen die vielfältigen Huldigungsgaben, die in der Landesbibliothek Coburg in sehr großer Zahl überliefert sind. Die erlesenen Bücher, Glückwünsche und Mappen befinden sich ganz überwiegend in den Teilsammlungen „Herzogliche Privatbibliothek“, „Schlossmusikalien“ und „Theaterbibliothek“. Alle drei Bestandsgruppen gehörten entweder einst dem Herzog persönlich oder standen zumindest in direktem Bezug zu ihm. In der Ausstellung „In Ehrfurcht gewidmet – Schönes, Kostbares und Bemerkenswertes aus der privaten Büchersammlung Herzog Ernsts II. von Sachsen-Coburg und Gotha“ zeigt die Landesbibliothek Coburg nur eine kleine Auswahl dieser Luxusgüter in Buchform: Champagnerfarbene Seide, roter und grüner Samt, feinstes Leder, Vielfarb- und Golddruck, Beschläge aus Messing und Email, Initialen, Wappen und Fürstenkronen. Die exklusiven Materialien und ihre kunsthandwerkliche Verarbeitung machen solche Widmungsexemplare zu kostbaren Einzelstücken. Und doch sind sie mehr als glamouröse Objekte, weil sie auch Hoheitsvorstellungen, Erwartungen und Verbindlichkeiten zum Ausdruck bringen, was sie gleichzeitig zu außergewöhnlichen kulturhistorischen Quellen macht.

Begleitheft zur Ausstellung

 

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