[Zurück zu unserer Startseite]   [Zurück zu Bilanz 2005]

Poetry Slam und Workshop

Seit Dezember 2004 laden Sigi Hirsch und Frank Gundermann ein Mal im Monat zum Coburger Poetry Slam in die Sonderbar. Jeder kann mitmachen, der sich vor Veranstaltungsbeginn in eine Liste einträgt. Kommen zu viele Autoren, entscheidet das Los. Jeder Teilnehmer erhält acht Minuten lang absolute Redefreiheit, ein Mikrofon und die Ohren des Publikums. Die Zuhörer stellen eine Jury, die am Ende mit viel Applaus den besten Poeten des Abend kürt. 

Frank Gundermann und ...

... Sigi Hirsch beim Petry Slam am 26. April 2005

Am Wochenende davor konnten 12 Teilnehmer bei einem Workshop unter der Leitung von Nora Gomringer und Felix Römer ihre Fähigkeiten als "Slammer" schulen und wichtige Tipps mitnehmen. Nora Gomringer zählt zu den erfolgreichsten deutschen Spoken-Word-Poeten, und veranstaltet den Poetry Slam im Bamberger Morph-Club. Felix Römer gehört als Autor und Organisator zu den Motoren der Berliner Slam-Szene. Der Workshop fand in Kooperation mit dem Jugendzentrum Domino statt.

Riccarda Fuchs schrieb in der "Neuen Presse" am 26. April 2005:

"Als Ergebnis (des Workshops) präsentieren sich einige neue Selbsterkenntnisse, Mut und Vertrauen in das eigene Ich, sowie erstklassige Stories. Bessere "Dozenten" hätte es für dieses Projekt wohl kaum gegeben, denn sie verstehen es, die Menschen zu fesseln und einen ebenso fesselnden Menschen daraus zu machen."

Natalie Schalk schrieb zum Workshop im "Coburger Tageblatt" am 27. April 2005:

"Felix Römer und Nora Gomringer machen die Coburger Nachwuchspoeten fit für den Poetry Slam. "Slam-Texte sind Bühnenliteratur", erklärt Nora Gomringer. Die Art des Vortrags sei entscheidend für den Erfolg. Die Studentin und freischaffende Lyrikerin muss es wissen: Vergangenes Jahr kam sie beim "National Poetry Slam" bis ins Finale.... Einige der Kursteilnehmer waren schon geübte Schreiber. Zum Kurs hatten sie, jugendliche Nachwuchs-Poeten genau wie End-Vierziger, eigene Texte mitgebracht: Vom traditionellen Story-Telling über Rap und abstrakte Lyrik bis zu kabarettistischen Nummern war alles vertreten. ... "

2 der 3 FinalistInnen des Poetry Slam: Pauline Füg, die Siegerin und Michael Jakob, gemeinsam mit Heidi Fischer Zweiter.

Über den "Poetry Slam" schrieb Natalie Schalk am 29. April 2005:

"Größtenteils junge und doch altbekannte Gesichter waren am Dienstagabend auf der Bühne der "Sonderbar" zu sehen. ... Diesmal fand die Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Coburg liest" statt. ... Der Poetry Slam hat sich in Coburg etabliert. ... Mit moderner Melancholie kam Heidi Fischer auf den zweiten Platz. Den musste sie sich allerdings mit Michael Jakob teilen; beide bekamen gleich viel Applaus. Bei der Gewinnerin war das Votum des Publikums eindeutig: Pauline Füg eroberte mit Tristesse und sanfter Jungmädchenstimme die Herzen der Zuhörer. Außerdem bot sie auch eine Abrechnung mit jeglicher Form von Nationalismus. "Schlecht sein kann Deutschland gut", witzelte sie in einer Art Anti-Nationalhymne. Nicht nur im Sport stimmt das manchmal durchaus."

Sven Reuss in der "Neuen Presse" vom 28. April 2005:

"... Als Novum begrüßte das Publikum auch Bierbänke in der Bar - um der Enge zu begegnen, die sich im Raum wieder breit gemacht hatte. Gekommen waren nämlich viele, viele Junge und mehr Ältere als zuletzt. Frank Gundermann, neben Sigi Hirsch der Organisator des Slam, vermutete die Gleichzeitigkeit der Literatur-Tage "Coburg liest" als Grund. Nicht zu verkennen war am Dienstag auch, dass an dem Wochenende zuvor im Coburger Jugendzentrum "Domino" ein Workshop ... stattgefunden hatte. ... Sieben der 14 Dichterinnen und Dichter, die am Dienstag auf die Bühne traten, waren nämlich auch im Workshop gewesen - und bezeugten dies in Vorträgen, die mehr als zuletzt von der besonderen, dem Sprechgesang des Rap ähnlichen Rhythmik lebten. ..."

© Fotos: Edmund Frey, 2005, alle Rechte vorbehalten

[Zurück zu unserer Startseite]   [Zurück zu Bilanz 2005]

© 2005 Landesbibliothek Coburg, alle Rechte vorbehalten