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Landesbibliothek und Stadtbücherei
Coburg beteiligen sich gemeinsam an der bundesweiten Aktion "Deutschland liest"
Bereits zum zweiten Mal starten Bibliotheken in ganz Deutschland in Kooperation mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) vom 6. bis 13. November 2009 eine bundesweite Aktionswoche unter dem Motto "Deutschland liest. Treffpunkt Bibliothek" <LINK>.
Mit zwei Autorenlesungen beteiligen sich Landesbibliothek und Stadtbücherei gemeinsam an dieser Aktionswoche:
- Flipper, Jazz und Sputnikfieber: Streifzüge
im deutsch-deutschen Grenzland
Autorenlesung mit Rupert Appeltshauser am 6. November 2009, 19:30 Uhr im
Andromedasaal der Landesbibliothek Coburg. Eintritt frei.
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Weshalb sollte
ausgerechnet ein Wessi etwas von Bedeutung über das Innenleben der DDR
zu sagen haben? Müssen qualifizierte Äußerungen nicht jenen vorbehalten
bleiben, die diesen Staat am eigenen Leibe erlebten, die dort zur Schule
gingen, arbeiteten, liebten, feierten und litten? Das sind die Fragen,
die der Autor an den Anfang seiner Betrachtungen stellt. Die Antwort,
die er auf zweihundert Seiten gibt, ist eindeutig und überzeugend: Man
braucht nicht in Sonneberg, Meiningen oder Eisenach aufgewachsen sein,
um einen glaubwürdigen und packenden Bericht über das Leben und die
Lebensverhältnisse in der ehemaligen DDR zu Papier bringen zu können. Das Buch ist 2009 im Erich Weiß Verlag, Bamberg erschienen. Biografische Notiz: Rupert Appeltshauser wurde 1947 in Coburg geboren. Studium der Fächer Englisch, Geschichte und Sozialkunde. Seit 1979 unterrichtet er am Gymnasium Albertinum in Coburg. Er ist u. a. Vorsitzender der Initiative Stadtmuseum Coburg e. V. und Herausgeber und Autor regionalgeschichtlicher Schriften. |
- Die angelehnte Tür: ein Altersblues
Autorenlesung mit Winfried Klose am 11. November 2009, 19:30 Uhr in der
Stadtbücherei Coburg. Eintritt frei.
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Der Roman
beginnt mit Glücksmomenten des Aufbruchs – nach einer Herzoperation des
Protagonisten. Es folgt eine Depression – und er endet mit einer
Euphorie. Die beschriebenen Befindlichkeiten sind zwei Seiten einer
Medaille: Auf der einen Seite hat der Ich-Erzähler oft Angst, sein
Selbst zu verlieren, Angst vor dem Verschwinden einer Individualität in
Alter, Demenz, Depression, Tod, ..., Angst, sobald sich Utopien,
Entwürfe für eine Zukunft verflüchtigen; auf der anderen Seite sehnt er
sich danach, etwas von dem im Zivilisationsprozess geschmiedeten Ich
loszuwerden, wie in der Lehre des Zen, im Augenblick zu leben – oder das
Paradies der Kindheit wiederzufinden, indem er sich in einer Idee,
Musik, Landschaft, Liebe ... verliert - Oft ahnt er dann ein namenloses
Glück. Der Erzähler vermag die angelehnte Tür zu diesem namenlosen Glück
nicht aufzustoßen. Der Roman ist der erste Band der „Edition Fränkische
Reihe“ im Sardes Verlag Erlangen. Hermann Glaser nannte in einer Kritik
die „Semantik der Herzleidenden“ eine „faszinierende Prosastudie“. Biografische Notiz: Winfried Klose, 1939 in Oppeln geboren, Kindheit bis 1945 in Neiße. Jugend in Coburg und Bamberg. Studierte Germanistik, Geschichte, politische Wissenschaften in Göttingen und Erlangen. Bis 1997 als Gymnasiallehrer in Franken tätig. 2004 Roman in Flashbacks „Ohne Fluchtpunkt“. Aarachne Verlag Frankfurt / Wien. |
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