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PROGRAMM 2005: LINK

"Coburg liest!" zieht Bilanz 2005:
Auftrag zum Weitermachen!

Die 2. Literaturtage in Coburg vom 23. bis 30. April 2005 waren nach Auffassung der Veranstalter (Buchhandlung Riemann, Coburger Literaturkreis e.V., Landesbibliothek, Stadtbücherei und Volkshochschule) ein sehr großer Erfolg und dieser Erfolg ist eine Verpflichtung, auch 2006 weiter zu machen. Besonders erfreulich war die Publikumsresonanz. Vier absolut ausverkaufte und überfüllte Veranstaltungen – der Tankred-Dorst-Abend in der „Reithalle“, die Selim-Özdogan-Lesung im „Wartesaal“, der "kopfstehende" Friedrich Schiller im Bürglaßschlösschen und der Poetry Slam in der „Sonderbar“ - sprechen für sich. Insgesamt haben fast 600 Literaturinteressierte den Weg in die Veranstaltungen von „Coburg liest!“ gefunden. Vor allem die Lesung mit Selim Özdogan am 25. April, die, koordiniert von den „Coburg liest!“-Mitveranstaltern Stadtbücherei und Landesbibliothek, von Schülern aus Deutsch-Leistungskursen geplant und organisiert wurde, hat gezeigt, wie erfolgreich man auch ein junges Publikum ansprechen kann. Ähnliches gilt für den Workshop im „Domino“ und den Poetry Slam in der „Sonderbar“. 

Diese 2. Coburger Literaturtage, die wieder unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Staatsbibliothek standen, haben ein weit gefasstes Spektrum an deutschsprachiger Literatur geboten: Mit Michael Lentz, einem außerordentlichen Sprachakrobaten. Mit Dorothea Dieckmann, die sich mit den schwierigen Themen Gewalt und Folter literarisch überzeugend auseinandersetzt. Mit John von Düffels „Liebeserklärung“ an die Familie und mit dem scheinbar „verstaubten“ Klassiker Fritze Schiller, der aber trotzdem und wie von den "Machern" erwartet, auf ein großes Interesse stieß. Als besondere Publikumsmagneten erwiesen sich Tankred Dorst und seine Mitarbeiterin und Ehefrau Ursula Ehler in der „Reithalle“. Der Besuch der „Literatur im Dreierpack“ am Freitag litt sicherlich auch unter dem gleichzeitig stattfindenden Konzert des Gymnasium Casimirianum und seiner chinesischen Gäste in der Morizkirche. Ein treues Publikum wie immer fand die VHS mit ihrer langen Filmnacht im Kino Utopolis. Neben „Despair“ von Rainer Werner Fassbinder wurde der Fernsehfilm „Rotmord“ von Peter Zadek und Tankred Dorst präsentiert und so bot sich eine einzigartige Gelegenheit, diesen selten gezeigten Film zu sehen.

Der große Erfolg ist zum einen den Initiatoren zu verdanken, die ein sehr vielseitiges und literarisch anspruchsvolles Programm erstellten und zum anderen selbstverständlich den Sponsoren (Stadt Coburg, Niederfüllbacher Stiftung, Sparkasse Coburg-Lichtenfels, Hotel „Goldene Traube“, SÜC/dacor) und den Medienpartnern „Coburger Tageblatt“ und „Neue Presse“. Einen großen Anteil am Erfolg haben auch die vielen ungenannten Helfer aus Stadtverwaltung und anderen Bereichen. Die große Anzahl von Kooperationspartnern (Domino, Berufsoberschule, Gymnasium Ernestinum, Landestheater, Sonderbar und die Organisatoren des Poetry Slam, Sparkasse Coburg-Lichtenfels, Stadt Coburg und Standesamt der Stadt Coburg, Utopolis, Wartesaal am Bahnhof) bestätigt, dass „Coburg liest!“ eine zunehmend wichtige Rolle im Kulturleben der Stadt Coburg spielt. Und vor allem bestätigt dies, dass ohne Zusammenarbeit verschiedenster Institutionen, die sich zu einem gemeinsamen Ziel zusammenfinden, keine Veranstaltungsreihe dieser Größenordnung gelingen kann.

Dies gilt gleichermaßen für die Arbeitsgemeinschaft „Coburg liest!“ selbst: Auch hier kann die Zusammenarbeit nur deshalb so erfolgreich sein, weil sie unter den Grundsätzen der Partnerschaft und Gleichberechtigung erfolgt und so jede Institution ihren Sachverstand einbringen kann.

Mit dem diesjährigen Programm ist es den Veranstaltern gelungen, ein breites Altersspektrum anzusprechen und damit tatsächlich fast ganz Coburg zum Lesen zu animieren. Auch in Zukunft soll dies beibehalten werden, wobei der Zusammenarbeit mit den Schulen und anderen Einrichtungen der Jugendkultur ein Schwerpunkt gilt. Organisatorische Schwächen, die in diesem Jahr aufgetreten sind, werden sachlich analysiert und behoben.

Die Veranstalter von „Coburg liest!“ beginnen jetzt mit der Vorbereitung für die Literaturtage 2006 und hoffen, dass wieder verantwortungsbewusste Förderer, die um die überragende Bedeutung von Lese- und Literaturförderung wissen, sie dabei unterstützen und dass das Programm des nächsten Jahres auf eine noch breitere Resonanz stößt.

Die 2005 und 2004 bei unseren Lesungen vorgestellten Bücher aller Autoren - und nicht nur diese! - sind selbstverständlich in den beiden öffentlichen Bibliotheken Coburgs - der Landesbibliothek und der Stadtbücherei - entleihbar. 

Text: Brigitte Maisch (Stadtbücherei Coburg) und Edmund Frey (Landesbibliothek Coburg)

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